Vorwort

Apokalypse - marsch!

Vorwort | Thomas Wolkinger | aus FALTER 16/08 vom 16.04.2008

Danke, es geht uns gut. Wenn einer Stadt, ihren Politikern, Medien, Bürgerinnen und Bürgern nichts mehr anderes einfällt, als darüber zu streiten, ob man die Mobiltelefonnutzung in öffentlichen Verkehrsmitteln verbieten oder nicht viel lieber deren Nichtbenutzung gebieten soll, dann kann der jüngste Tag nicht unmittelbar bevorstehen. Keine Sorge, er wird schon noch kommen, aber nicht morgen. Zuvor wird man sich hier noch den Kopf darüber zerbrechen, ob man Parfüm-Duftnoten, die vor 1984 kreiert wurden, vielleicht doch besser nicht in öffentlichen Toilettenanlagen freisetzen dürfen soll. Darüber, ob nicht auch die Eichhörnchen im Stadtpark eventuell unter das Taubenfütterverbot fallen. Oder ob nicht auch aggressives Blinzeln irgendwie gegen die guten Sitten verstößt. Dann aber werden sie kommen, die Reiter der Apokalypse.

Worauf die fröhliche Debatte verweist, ist allerdings ein grundlegendes Problem, das im Übrigen nicht nur Graz betrifft. Der öffentliche Raum ist entschieden


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