Eine Lachpolka

Politik | Mathias Grilj | aus FALTER 16/08 vom 16.04.2008

MEDIEN Markus Ruthardt, seit einem Vierteljahrhundert Chef der "Steirerkrone", wurde von Hans Dichand, seinem Gott, geschasst. Er nimmt Abschied und Abfertigung. Manche kriegen Größe, wenn sie fallen. Manche nie.

Die Krone-Leute in der Münzgrabenstraße waren neulich verdutzt, als ihr Chefredakteur seinen Tod als Chefredakteur annoncierte. Kein Aprilscherz, scherzte er danach im Blatt. Dass es so weit kommen würde, war klar, schließlich hatte ihm Wien seit längerem eiskalt die Liebe entzogen, die es zum Überleben braucht. Und zudem hatten sich auch gemütliche Grazer Kollegen, wie man munkelt, eifrig um sein Verrecken bemüht. Doch in diesem Adieu zeigte er Format, sagen sie, das sie ihm vorher nie zugetraut hätten. So viel verblüffende Souveränität und Lockerheit hätten sie Ruthardt schon früher gewünscht. Dann wäre es ihnen in ihrem Zeitungsalltag auch besser ergangen, viel besser. Zu spät.

Als vor 25 Jahren der damals greise Krone-Herausgeber den Kriminalreporter zum -


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