Der Lautmaler im Lesedschungel

Kultur | Wolfgang Kühnelt | aus FALTER 16/08 vom 16.04.2008

LITERATUR Gleich drei neue Bücher des Autors Helwig Brunner erscheinen dieser Tage. Dabei verbringt er den Großteil seiner Zeit gar nicht in der Schreibstube, sondern in der freien Natur.

Beginnen wir am Ende. Nach einem ausführlichen Gespräch über Literatur und Musik erzählt Helwig Brunner von seinen Plänen für den folgenden Tag. Er werde morgens in die Murauen nahe der slowenischen Grenze fahren und dort einen angenehmen Vormittag verbringen. Beruflich natürlich. Im Rahmen eines Umwelt-Monitorings habe er zu untersuchen, wie sich die Deregulierungen des Flusses auf die Tierwelt ausgewirkt hätten. Später müsse er nach Graz in sein Büro. Eine Plausibilitätsprüfung für ein Forschungsprojekt sei zu verfassen. Gedichtet wird in der Freizeit. Tagsüber mit Notizen, am Abend vor dem Notebook. Außer der Autor ist zu müde, dann gibt sich selbst ein preisgekrönter Dichter manchmal ganz bewusst "den letzten Schrott im Fernsehen". Wie beruhigend.

Der vierzigjährige Grazer, ob der


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige