Auf Augenhöhe

Kultur | Herwig G. Höller | aus FALTER 16/08 vom 16.04.2008

AUSSTELLUNG In hundert Porträts und auf der Höhe der Zeitgeschichte erzählt das Grazer Stadtmuseum eine aufgeklärte Historie der Stadt.

Wenn man durch die Ausstellung geht, dann sieht man, dass der Nationalsozialismus nicht - wie auf manchen Postkarten zu sehen - wie ein Hakenkreuz auf die Dächer von Graz heruntergefallen ist. Er hat eine sehr, sehr lange Vorgeschichte", erklärte der Direktor des Grazer Stadtmuseums Otto Hochreiter vergangene Woche anlässlich der Eröffnung des letzten Teils von "Graz Portraits".

Die Ausstellung, ein würdiger Beitrag der städtischen Institution zum Gedenkjahr 1938, will aber keinesfalls nur den langen Weg von der Gegenreformation über den deutschnationalen Bürgermeister Franz Graf (1837-1921) bis hin zur "Stadt der Volkserhebung" illustrieren - der Anspruch ist größer. Schließlich werde solch eine Ausstellung, betont Hochreiter, bloß alle dreißig Jahre gemacht - zuletzt 1977 mit "Bedeutende Grazer im Porträt". "Graz Portraits" setzt sich


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