Nachtschattengewächse

Stadtleben | Maria Motter | aus FALTER 16/08 vom 16.04.2008

GRAFFITI Zwischen Vandalismus und Touristenattraktion, Kunst und Anarchismus erlebt die Grazer Innenstadt eine Hochblüte der Schablonengraffiti. Dem "Falter" erzählen ästhetische Guerilleros, was sie antreibt.

Drah di net um - der Soldat an der Mauer zwingt einen, langsamer zu gehen. Ihn anzusehen. Mit seinem langen Mantel scheint er einem Foto von Helmut Newton entstiegen zu sein. Durch den engen Gang vom Hauptplatz in die Prokopigasse folgt sein Blick Passanten. Das lebensgroße Schablonengraffito gibt es seit drei Jahren. Und als das Haus einen neuen Anstrich erhielt, sparten die Maler den Soldaten sorgsam aus.

Mit lebensgroßen Porträts erregen ästhetische Guerilleros Aufsehen, und Graz hat sich im letzten Jahr gar zu einer Hochburg der Schablonengraffiti aufgeschwungen, die auch Stencils oder Pochoirs - französisch für Schablonen - genannt werden. Das Museum der Wahrnehmung hat dies zum Anlass genommen, den unbekannten Sprühern eine Ausstellung zu widmen. Das Spezielle in Graz:


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