Nahsichtschwäche

Birgit Flos | Vorwort | aus FALTER 17/08 vom 23.04.2008

KOMMENTAR Die Diagonale hätte eine ernsthafte Debatte verdient. Die heimische "Filmkritik" beschränkt sich auf Meinungsmache.

Es geht in etwa so: Die Nacht senkt sich über den letzten Festivaltag in Graz. Im KIZ wird als Statement der letzte Film gespielt, Godards "Rette sich wer kann (das Leben)". Viele sind gekommen! Das Konzept: "Liebe, Arbeit, Kino" scheint aufgegangen zu sein.

In Abschlussfeste zieht der exterminating angel ein bis im Morgengrauen die Kritiken erscheinen: fasten your seatbelts it's going to be a bumpy night. Dann: die Berichterstattung der Printmedien. Die, die sich im Besitz des Deutungsmonopols für den österreichischen Film fühlen, haben gesprochen. Das Urteil fällt wie üblich aus und wird offenbar von den "Betroffenen", den österreichischen Filmschaffenden, unwidersprochen akzeptiert - mit der analytischen Tiefe des nach unten gerichteten Daumens.

Eigentlich war da wieder nichts, oder schlimmer: Da war zu viel! Wieder gab es zu viele Filme! Die zwei, drei

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