Hurra, die Schule trennt!

Politik | Sibylle Hamann | aus FALTER 17/08 vom 23.04.2008

ANALYSE Tausende Wiener Familien suchen derzeit nach der richtigen Volksschule für ihre Kinder. Die Vielfalt des Angebots ist enorm. Ebenso wie Ansprüche und Ängste der Eltern.

Wer ein fünfjähriges Kind hat, erhielt neulich einen Brief. Die deutsche Version ist zwei Seiten lang. Auf Englisch, Französisch, Türkisch und Serbokroatisch sind die Buchstaben enger zusammengequetscht. Verstehen sollte ihn besser jeder Empfänger. Denn es ist die Aufforderung der Wiener Stadtschulratspräsidentin das Kind in den nächsten Wochen in einer Volksschule einzuschreiben. Das mag viele Eltern am falschen Fuß erwischt haben - denn es geht nicht um den kommenden Herbst, sondern um das Schuljahr 2009/2010. Um Sprach- und sonstige Defizite festzustellen, will die Stadt die Kinder jetzt schon anschauen, um sie bei Bedarf noch ein Jahr lang in den Kindergarten schicken zu können. Der Ton ist freundlich, aber Widerspruch eher unerwünscht.

Eigentlich sollte so eine Anmeldung ganz einfach sein. Denn die


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