Kommentar

Pop aus Österreich: der wahre Amadeus

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 17/08 vom 23.04.2008

Vergangenen Freitag wurden die jährlichen Amadeus Awards vergeben, aber Sie haben davon vermutlich nichts mitbekommen. Die Party der österreichischen Musikindustrie hat nämlich einen neuen Gastgeber, den Rahmen für die Musikpreisgala bietet nicht mehr der ORF, sondern der Privatsender Puls 4. Einerseits ist das schade, weil so die einzige fixe jährliche Sendefläche für heimische Popmusik aus dem ORF-Programm gefallen ist; andererseits bekommt die von Jahr zu Jahr grotesker werdende Amadeus-Farce so wenigstens kaum jemand mehr mit.

Die Nominierungen für die diversen Kategorien übernimmt mit einer einzigen Ausnahme der Markt, und was dabei im popkulturellen Entwicklungsland Österreich herauskommt, demonstriert nichts besser als die Königskategorie "Album des Jahres". Zur Wahl standen heuer Wolfgang Ambros ("Ambros singt Moser die 2te"), EAV ("Amore XL"), Luttenberger*Klug ("Mach Dich Bereit"), STS ("Neuer Morgen") und Papermoon ("Verzaubert"). Das Zähneknirschen der nach dem geringsten


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