Dreckig wie Mutter Erde

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 17/08 vom 23.04.2008

MUSIK Das Schweizer Trio Navel liebt Krach und hat den Blues. Eine Begegnung mit Frontman Jari Altermatt, der über Rock, Kerosin und Flanellhemden spricht.

Man muss es einmal so drastisch sagen: Rockmusiker sind heute in der Regel nette, biedere, sterbenslangweilige Typen. Das fällt einem aber erst auf, wenn man zum Beispiel dem Sänger von Navel gegenübersitzt. Der ist nämlich anders: ungeschliffen, ungekünstelt und ein wenig unberechenbar, ohne deswegen ein Provokateur oder gar ein Ungustl zu sein. Jari Altermatt wirkt nachgerade schüchtern und lebt sichtlich in seiner eigenen Welt. Man versteht ihn schlecht, weil er so leise spricht. Zum Glück kommt er dem Klischeebild vom Schweizer immerhin insofern entgegen, als er langsam redet.

"Ein komischer Tag", sagt er. "Ich bin um halb sechs Uhr aufgestanden, um von Basel nach Wien zu fliegen, und das wegen drei Interviews. Am Abend fliege ich wieder heim. Der Flieger hierher war nur halb voll, was ich sehr schade fand. Man macht sich ja


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige