Prag liegt hinter Bukarest

Nicole Scheyerer | Kultur | aus FALTER 17/08 vom 23.04.2008

KUNST Die Kunstmesse Viennafair setzt auch dieses Jahr wieder auf Kunst aus Osteuropa. Wird es ihr gelingen, Wien als Drehscheibe für Kunst aus den postkommunistischen Ländern zu etablieren?

Ein Regentag in Belgrad. Auf der Suche nach der Galerie Remont läuft Edek Bartz, Direktor der Viennafair, auf und ab. Hausnummern fehlen, nirgends ein Schild. Endlich, im letzten Eck eines Einkaufszentrums wird Bartz fündig. Die Betreiber der "Independent Art Association" sind über den Besuch hocherfreut. Ihre Räume wirken provisorisch, die Kunstwerke kommen eher schlecht zur Geltung. Dafür ist die Galerie im Publizieren umso stärker: Ihr dreimal jährlich erscheinendes Kunstmagazin könnte auch aus London oder Zürich stammen. Seit 1999 hält sich der Kunstverein mit Förderungen über Wasser, dank des Sponsorings aus Österreich kann er heuer das dritte Mal an der Viennafair teilnehmen.

"Es gibt in diesen Ländern fast keinen Markt für zeitgenössische Kunst", erklärt Boris Marte von der Erste

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