Exile on Mainstreet

Michael Rohrwasser | aus FALTER 17/08 vom 23.04.2008

REZENSION Die umfängliche und profunde Anthologie "In welcher Sprache träumen Sie?" ermöglicht einen neuen Blick auf die Lyrik österreichischer Emigranten und zeigt: Exilautoren schreiben heute anders.

Lange angekündigt, ist nun im Theodor Kramer Verlag eine Anthologie der österreichischen Exillyrik unter dem Titel "In welcher Sprache träumen Sie?" erschienen. Man merkt beim Lesen schnell: Es geht nicht nur um eine neue Anthologie der österreichischen Exillyrik, sondern um einen Band, der weit mehr als das Einschlägige und das schon Bekannte präsentiert. Es sind über 500 Gedichte von österreichischen Lyrikerinnen und Lyrikern, die hier versammelt sind, wobei das "Österreichische" gewohntermaßen weitflächig definiert ist. Im Grunde gab es noch nichts Vergleichbares, sieht man von einem schönen Band "Dein Herz ist deine Heimat" (der aber die Lyrik des Exils nur subsumierte) und von Sammlungen der gesamten deutschsprachigen Exillyrik ab, von denen Manfred Schlössers Band "An


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