Kritik kurz

Kultur | aus FALTER 17/08 vom 23.04.2008

Once Er (Glen Hansard, Sänger der Indierockband The Frames) ist ein Dubliner Straßenmusiker, der tagsüber mit der Klampfe Popstandards zum Besten gibt und nachts im Staubsaugergeschäft seines Vaters von der großen Karriere träumt. Sie (Markéta Irglova) ist eine tschechische Immigrantin, die sich bemüht, mit Gelegenheitsjobs ihre Familie zu ernähren. Eines Tages lernen die beiden einander kennen und schätzen und nehmen gemeinsam ein Demoalbum auf. Ihre Namen erfahren wir nicht: Ganz wie die Songs von Hansard, die den Film tragen und kommentieren, strebt "Once" eine emotionale Universalität an, die sich gerade in Leerstellen und Hohlformeln einnisten kann: Großstadtmärchen statt Milieudrama. Ob man den Film mögen wird, hängt dann wohl auch maßgeblich davon ab, wie man zum offenherzigen Innerlichkeitspop des Gespanns Hansard und Irglova (veröffentlicht bereits 2006 im Album "The Swell Season") steht. Über sein Schmerzensmann-Falsett lässt sich streiten, als (Selbst-)Darsteller


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