Nüchtern betrachtet

Töchter töten Traditionen

Kultur | aus FALTER 17/08 vom 23.04.2008

Obwohl die bekennerhafte Vaterschaftsemphase momentan das Ding in der Welt der Nanaminzetee trinkenden Damenradfahrer und Herrenschalträger ist und sogar alten Nazifunsen und Black-Metal-Lesben Tränen der Rührung in die Augen treibt; und obwohl ich selbstverständlich und sowieso die charmanteste und coolste Tochter von allen habe, muss ich an dieser Stelle auch mal was Kinderkritisches sagen. Kinder sind politisch und moralisch die Hölle! Zum einen sind sie so konservativ wie Kohl & Khol, quasi: natural born neocons; zum anderen sind sie dermaßen opportunistisch, dass nicht einmal auf ihre konservative Gesinnung Verlass ist. Zum einen wird alles, was den verwöhnten - ja, eh: von uns verwöhnten! - Gfrastern in den Kram passt, zur unumstößlichen Tradition erklärt; zum anderen wird diese reuelos auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgt, sollten andere Traditionen mittlerweile mächtiger geworden sein - was keineswegs mit Dauer, Wiederholung, Mythos, Topografie und der ganzen

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