Geld ist nicht alles

Stadtleben | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 17/08 vom 23.04.2008

FUSSBALL Mission erfüllt: Gegen finanziell übermächtige Konkurrenz aus Salzburg gewann Rapid den 32. Meistertitel. Ein Sieg der guten alten Sozialdemokratie über den bösen neuen Turbokapitalismus?

Nicht einmal Frank Stronach ist bei den Rapid-Fans so unbeliebt wie Alfred Gusenbauer. Als der Austrokanadier, der damals noch Austria-Mäzen und Präsident der Bundesliga war, Rapid vor drei Jahren die Meistertrophäe, den sogenannten "Teller", überreichte, war das Pfeifkonzert deutlich leiser als am vergangenen Sonntag im Gerhard-Hanappi-Stadion, wo der Bundeskanzler diese Aufgabe übernahm. Dass Gusenbauer seit seiner Kindheit glühender Rapidler ist, half ihm in diesem Augenblick wenig.

Der Kanzler war an diesem Nachmittag wieder einmal schlecht beraten. Fans mögen keine Politiker, die sich in ihre Feste drängen. Dabei ließe sich der Rapid-Erfolg durchaus als Triumph der guten alten Sozialdemokratie über den bösen neuen Turbokapitalismus deuten. Wie schon 2005 gegen die mit Stronachs

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