Mit der Hand gegart


Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 17/08 vom 23.04.2008

NEUES LOKAL In der Wallensteinstraße eröffnete Wiens erste Snackbar für Cig Köfte, ein sehr, sehr spezielles Gericht aus Ostanatolien.

I n der Türkei gebe es Cig Köfte an jeder Straßenecke, erklärt Mahmud Cekic, also zumindest in der eher östlichen Türkei, denn in Istanbul kenne den scharfen Brei schon wieder kaum wer. Sein Bruder Erkan und er lieben Cig Köfte aber nicht nur, sondern machten sie zuhause regelmäßig selbst, was bei Gästen immer für große Begeisterung sorgte, erzählt der gelernte Bauingenieur. Warum das dann in Wien so völlig unbekannt sei? Weil es eine irrsinnige Arbeit ist, das rohe Faschierte mit Zwiebeln, Knoblauch, Mais, Paradeis- und extrascharfem Paprikamark und unzähligen Gewürzen zu verkneten, bis es seine charakteristische Knetmassenkonsistenz habe, "mit der Hand gegart". Bis zu eineinhalb Stunden dauere die Prozedur; bis zu sechs Durchgänge pro Tag ziehen die Brüder durch, "sie haben sich's selbst ausgesucht", schmunzelt ihr älterer Bruder,

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