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Politik | aus FALTER 17/08 vom 23.04.2008

Krise Nur fünf Wochen nach der Angelobung von Schwarz-Grün in Graz kriselt die Regierung. Die Grünen wurmen angebliche Pläne über schwarze Postenvergaben in den Stadtwerken. Auch die eher gestrenge Einstellung von ÖVP-Chef Siegfried Nagl zu Demonstrationen teilen die Grünen nicht. Und das Handyverbot sei ein "Alleingang" Nagls gewesen. Lisa Rücker (Grüne) stellt die Koalition bereits infrage: "Es ist mir bierernst", sagte sie dem "Standard".

Baden Dennoch bringen Bürgermeister Siegfried Nagl und Vize Lisa Rücker gemeinsame Beschlüsse zustande: Die Eintrittspreise in die städtischen Bäder werden nun, wie lang versprochen, gesenkt. Kostete der Spaß für Kinder unter sechs Jahren bislang 70 Cent, plantschen sie ab nun gratis. Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 18 Jahren zahlen künftig 2,50 statt 3,60 Euro.

Handyverbot Gab es im Kulturhauptstadtjahr 2003 passable Marketingbudgets, um Graz international zu positionieren, ist man nun wieder auf preisgünstige politische Interventionen angewiesen. War im Jänner noch Winter angesagt, landete die Stadt nun dank Bürgermeister Nagl einen weiteren Coup. "Ich weiß, dass ich den Gott Handy ein wenig beleidigt habe", zitierte ihn "Associated Press". Und dem russischen Fernsehsender NTV war die Sache gleich einen Beitrag über eine "Stadt der Stille" wert.


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