Einer von hier

Christian Salentinig | Kultur | aus FALTER 17/08 vom 23.04.2008

JAZZ Karlheinz Miklin, einer der profiliertesten Jazzer der Stadt, feiert sein dreißigjähriges Bühnenjubiläum.

Immer wieder einmal kann man sie hören, die Rede von der "Jazzhauptstadt Graz", die damals in den wilden Siebziger- und noch in die Achtzigerjahre hinein weit über ihre Grenzen ausgestrahlt habe. Von legendären Auftritten in legendären Lokalen ist da die Rede und davon, dass hier damals an fast jeder Ecke kulturell nahezu der Wahnsinn geherrscht habe. Freilich war sie auch damals schon vornehmlich eine "heimliche" Hauptstadt, wenngleich die Grazer Musikuniversität mit der Gründung der Jazzabteilung tatsächlich ganz vorne mit dabei war. Inzwischen ist von diesem Ruf aber nicht viel mehr als ein Nachhall geblieben: Die wirklichen internationalen Aushängeschilder des österreichischen Jazz sind entweder gestorben, haben Österreich längst den Rücken zugekehrt oder treten einfach nicht mehr auf.

Einer der wenigen, der diese Zeiten miterlebt hat und auch heute noch überaus

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