Brown, der Verlierer

Robert Rotifer | Vorwort | aus FALTER 18/08 vom 30.04.2008

KOMMENTAR Der Rote Ken zittert in London um seine Wiederwahl. In der Downing Street wird es jedenfalls wenig Grund für Jubel geben.

Knapp neun Jahre ist es her, da boxte Tony Blair seinen alten Intimfeind Ken Livingstone mit Gewalt aus der Kandidatenliste zum neueingeführten Londoner Bürgermeisteramt und erfüllte damit die schlimmsten Befürchtungen all jener skeptischen Parteiaktivisten, die loyal den langen Marsch von Old zu New Labour mitgegangen waren.

Mitte der Achtziger hatte Margaret Thatcher die von Livingstone angeführte, de facto als Gegenregierung agierende Stadtverwaltung des Greater London Council (GLC) brutal abgeschafft. Die britische Metropole hatte mit dem Aussetzen jeglicher koordinierter Stadtplanung einen hohen Preis für dieses Machtspiel bezahlt. Und jetzt, wo eine neue Labour-Regierung das GLC als "Greater London Authority" wiederbelebte, wollte ausgerechnet die eigene Führung das Comeback von Londons liebstem Linksaußen verhindern. Die symbolwirksame Schlammschlacht

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