Ganz weit unten

Politik | Stefan Apfl, Florian Klenk und Barbara Tòth | aus FALTER 18/08 vom 30.04.2008

KRIMINALITÄT Ein schalldichter Luftschutzbunker, ein charmanter Ingenieur, ein blasses Mädchen mit unheimlicher Krankheit, eine wachsame Staatsanwältin, eine stille Befreiung und ein Geständnis: Wie der Amstettner Pensionist Josef F. seine Tochter 24 Jahre lang unbemerkt in seinem Keller gefangen hielt und deren Kinder ohne Tageslicht aufwachsen ließ.

Dies ist die Geschichte des 73-jährigen Ingenieurs Josef F., wohnhaft in Amstetten, Ybbsstraße 40, 13 Kinder, verheiratet. 24 Jahre lang täuschte er Polizei und Justiz, Jugendämter und seine Frau, mit der er sieben Kinder hat. 24 Jahre lang hielt er seine Tochter Elisabeth in einem Kellerverlies unter seinem Haus gefangen. Er vergewaltigte sie, und sie gebar selbst sieben Kinder. Eines davon starb, und Josef F. verbrannte dessen Leichnam.

Es ist Sonntag, der 27. April 2008. Über Amstetten, einer Stadt im niederösterreichischen Westen, spannt sich ein wolkenloser Frühlingshimmel. Die im Süden gelegene Ybbsstraße ist eine Durchzugsstraße.


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