Wienzeug

Politik | aus FALTER 18/08 vom 30.04.2008

Rundgänge Von Seiten der Regierung und der Stadt Wien gibt es immer noch keine fixe Zusage für die Sanierung des jüdischen Friedhofs Währing. Er war nach seiner Eröffnung im Jahr 1784 die Hauptbegräbnisstätte der Israelitischen Kultusgemeinde und zählt, neben dem Sankt Marxer Friedhof zum letzten erhaltenen Friedhof Wiens im Stil des Biedermeier. Um auf das traurige Schicksal der Grabstätte aufmerksam zu machen, laden die Wiener Grünen zu vier geführten Rundgängen durch den nur mehr eingeschränkt begehbaren Friedhof. Die erste Führung findet am 4. Mai statt. Achtung: Anmeldung unbedingt erforderlich!

Sonntag, 4. Mai, 11 und 15 Uhr, 19., Schrottenbachgasse 3, Anmeldungen unter gedenkjahr.wien@gruene.at oder unter Tel. 4000-81581.

Schifffahrt Es war kein gewöhnliches Schiff, das der Zeichner Fritz Haendel und Expressionist Beda Mayer gemeinsam mit anderen jüdischen Flüchtlingen im September 1940 in Wien bestiegen. Die "Schönbrunn" sollte sie auf der Donau über Bratislava zum Schwarzen Meer bringen, von wo aus sie illegal nach Palästina flüchten wollten. Die Briten vereitelten den Plan. Sie internierten alle Schiffsflüchtlinge bis nach dem Zweiten Weltkrieg auf Mauritius. Die Ausstellung "Boarding Pass to Paradise" im Schifffahrtszentrum Handelskai/Reichsbrücke dokumentiert dieses wenig bekannte Kapitel Zeitgeschichte und zeigt Werke der Künstler.

Eröffnung am Mittwoch, 14. Mai um 18.30 Uhr im Schifffahrtszentrum, 2., Handelskai 265.


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