Der Tamagotchi-Effekt

Medien | Ingrid Brodnig (Text) und Martin Fuchs (Fotos) | aus FALTER 18/08 vom 30.04.2008

GAMES Sie schauen süß aus, sind einfach zu bedienen und versprechen Fitness oder Intelligenz. Neue Videospiele erobern die Wohnzimmer von ganz normalen Erwachsenen.

Enrique Nogales spielt keine Computerspiele. Wieso auch? An seinem Arbeitsplatz sitzt er den ganzen Tag vor dem Bildschirm, da will er abends nicht erneut das Ding aufdrehen. Obwohl Nogales mit Games wenig anfangen kann, steht der 27-Jährige in der Computerspielabteilung von Saturn. Gleich wird er zur Kassa gehen und sich für rund 250 Euro die Nintendo-Spielkonsole "Wii" kaufen, gemeinsam mit Turnprogramm "Wii Fit" um 89,90 Euro.

Insgesamt 340 Euro gibt Nogales auf einen Schlag aus. Viel Geld dafür, dass er sonst kein Interesse an Videospielen hat. Doch der gebürtige Spanier ist das, was die Spieleindustrie einen "Casual Gamer" nennt. Er will nicht hunderte Stunden beim Spielen verbringen, sondern ein wenig unterhalten werden. Und das Wichtigste für ihn ist: Er möchte sich dabei bewegen. "Ich arbeite viel und habe keine


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