Killerspiele

"Eine Gesellschaft, die das akzeptiert, ist krank"

Medien | aus FALTER 18/08 vom 30.04.2008

Christian Pfeiffer (64) leitet das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen und untersucht, wie sich Computerspiele auf Jugendliche auswirken.

Falter: Sollen Eltern ihren Kindern eine Spielkonsole kaufen?

Christian Pfeiffer: Ich kann nur ganz entschieden davon abraten, Bildschirmgeräte ins Kinderzimmer zu stellen. Wir können nachweisen, dass die Verfügbarkeit über eine eigene Playstation die Dauer des Spielens drastisch erhöht. Die Wahrscheinlichkeit, dass verbotene Inhalte konsumiert werden, steigt ums Fünf- bis Sechsfache.

Was meinen Sie mit "verbotenen Inhalten"?

Wir haben festgestellt, dass jeder zweite zehnjährige Junge mit eigener Spielkonsole zumindest gelegentlich Spiele ab 16 oder 18 Jahren spielt, ein Fünftel regelmäßig. Eines können wir aber, gestützt auf drei verschiedene Untersuchungen, belegen: Je mehr Zeit Kinder mit Bildschirmmedien verbringen und je brutaler die Inhalte sind, desto schlechter fallen die Noten aus. Wir haben ein Experiment mit zwei identischen


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