Die Poesie des Vergänglichen

Kultur | Bettina Hagen / Paris | aus FALTER 18/08 vom 30.04.2008

FESTWOCHEN Das neue Theaterepos der großen französischen Regisseurin Ariane Mnouchkine ist eine Liebeserklärung an die unscheinbaren Retter unserer Zeit. Wer's gesehen hat, vergisst es nicht mehr.

Wie schwer es ist, einen magischen Augenblick zu wiederholen, bleibt dem Zuschauer verborgen. Wie es Ariane Mnouchkine und ihrem Ensemble gelingt, 600 Menschen acht Stunden lang aus einem ehemaligen Fabriksgebäude in das Reich des Théâtre du soleil zu entführen und sich dabei jeder einzelne Zuschauer an etwas in seinem Leben erinnert und ergriffen fühlt, zählt zu den Geheimnissen ihres Theaters. "Les Éphémères", das sind viele kleine intime Erinnerungsgeschichten, die zusammen etwas über unsere Welt erzählen.

Ariane Mnouchkine ist ein zutiefst politischer Mensch. Für sie gibt es keine Kunst ohne Mission. In jüngster Zeit engagiert sie sich für die Unabhängigkeit Tibets - schon 1997 hatte sie das Schicksal der Exiltibeter zum Thema eines Stückes gemacht - und 2005 reiste sie mit


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