Professor Klassenclown


Klaus Nüchtern
Kultur | aus FALTER 18/08 vom 30.04.2008

MUSIKFILM Der Film "Weltrevolution" porträtiert die drei Jahrzehnte währende Tätigkeit der Hardrockkabaretttruppe Drahdiwaberl. l

Ein ehemaliger sozialdemokratischer Finanzminister, lederbehost im Ausseer Land, und ein Zeichenlehrer in Polizeiuniform als Bürgerschreck auf der Bühne - es gibt nicht viele Figuren, die die Widersprüche des Landes so sehr verkörpern und versöhnen wie Hannes Androsch und Stefan Weber. Konsequenterweise hat Letzterer, der Sänger und Zeremonienmeister der Hardrockkabaretttruppe Drahdiwaberl, vor genau drei Jahren das Ehrenzeichen der Stadt Wien verliehen bekommen - in Silber bloß: So viel Dissidenz muss sein.

Stefan Weber und Drahdiwaberl gehören mittlerweile irgendwie zur Grundausstattung der Republik: "Keine Band, sondern Institution", wie es auf der Website der Nichtband heißt. Dass nun, 29 Jahre nach der Gründung, ein Film über Drahdiwaberl herauskommt, der den Titel "Weltrevolution" trägt, ist natürlich ein Witz: Wenn Stefan Weber gegen Ende

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