Kritik kurz

Kultur | aus FALTER 18/08 vom 30.04.2008

Siegfried Diesmal lief alles glatt: Nach dem Pech beim Auftakt des neuen "Ring" an der Staatsoper - als Wotan Juha Uusitalo in der "Walküre" die Stimme versagte - war bei der Fortsetzung mit Richard Wagners "Siegfried" alles Bühnengeschehen von Anfang bis Ende bestens hörbar (und nicht einmal die stimmstarken Rapidfans, die direkt vor dem Opernhaus ihren Meistertitel feierten, konnten daran etwas ändern). So wurde unter der souveränen Leitung von Franz Welser-Möst schnell deutlich, welche Qualitäten Uusitalo für seinen ausdrucksstarken Wotan/Wanderer tatsächlich mitbringt, wie gut Nina Stemme und Stephen Gould in ihren Rollendebüts als Brünhilde und Siegfried besetzt sind; es wurde aber auch klar, dass über das rundum hohe Niveau hinaus mit stimmlichen Sternstunden nicht zu rechnen ist. Dafür begeisterte vor allem Herwig Pecoraro als Mime mit außergewöhnlichem Schauspieltalent und machte so die eigentliche Qualität der Inszenierung Sven-Eric Bechtolfs deutlich: Der verzichtet,


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