Der Teufel trägt Prater

Stadtleben | Joseph Gepp | aus FALTER 18/08 vom 30.04.2008

AFFÄRE Ein umstrittenes Bauwerk, ein Auftrag ohne Ausschreibung - und jetzt Probleme mit der Bauordnung. Beim neuen Pratereingang hat die Stadt Wien vorgeführt, wie man es nicht macht. Chronik eines kommunalen Scheiterns.

Am besten hat es wohl die Neue Zürcher Zeitung getroffen: Stilistisch, schrieb sie, läge die Gestaltung des neuen Praterentrees irgendwo zwischen Las Vegas und Disneyland. Aber es sind auch andere Assoziationen, die beim Blick auf das gerade eröffnete Areal hochkommen: die Villa eines neureichen Russen am noblen Stadtrand von Moskau zum Beispiel. Oder die Neverland Ranch. Oder das Einkaufszentrum von Parndorf.

Über Geschmack lässt sich streiten. Als am vergangenen Freitag ein Teil des neuen Pratervorplatzes der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, war die heftigste Kritik an der eigenwilligen Gestaltung schon abgeklungen. Lauter tönte sie vor einem halben Jahr, als die ersten Pläne präsentiert wurden. "Das gewählte Dekor aus dritter und vierter Hand ist


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