Stadt der Gaukler

Stadtleben | aus FALTER 18/08 vom 30.04.2008

PRATER Wie der Planer des neuen Pratereingangs gleichzeitig zum Betreiber gemacht wird.

Der Satz ging in der Feierstimmung fast unter. Nur wenige Gäste dachten an eine andere Baustelle, als Stadträtin Grete Laska bei einer Hoteleröffnung im Jänner meinte: "Wir haben in Wien echte historische Fassaden. Wir müssen sie nicht nachbauen." Genau das haben ihr im vergangenen Jahr Architekten und Praterunternehmer vorgeworfen.

"Wien um 1900" lautet das Motto des neuen Pratereingangs. Kritisiert wurde nicht nur die Gestaltung, sondern auch die Vergabe des 32-Millionen-Euro-Projekts. Die Firma "Explore 5D" bekam den Auftrag ohne Ausschreibung - von einer als Bauherr agierenden Leasinggesellschaft der Volksbanken-Gruppe. Dass es unüblich ist, dass eine Finanzierungsgesellschaft die Entscheidung über eine stadtplanerische Gestaltung trifft, kommentierten die Verantwortlichen nicht.

Jetzt gibt es erneut Kritik. Die Riesenradplatz Errichtungs-Gesellschaft, eine Tochterfirma der Gemeinde, hat auch


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