Tauschhandel

Gregor Plieschnig | Stadtleben | aus FALTER 18/08 vom 30.04.2008

SHOP Wildwestromane und Pornohefte gibt es in einem der letzten Romantauschläden Wiens.

Wenn man den Romantauschladen der Brüder Bitterer betritt, sollte man wissen, was man sucht. Sonst könnte man schnell den Überblick verlieren. An der Größe des Geschäfts, das vor 25 Jahren vom Vater des Brüderpaars gegründet wurde, liegt das nicht. Doch der kleine Laden an der äußeren Mariahilfer Straße ist vollgestopft mit Büchern und Magazinen aller Art. Bis unter die Decke, vor allem mit dünnen Arzt-, Liebes- und Wildwestromanen. „Reich wird man davon nicht, aber es ist genug zum Leben“, sagt Andreas Bitterer, 46. Er und sein Bruder Manuel, 44, betreiben abwechselnd die beiden Filialen am Kagraner Platz und an der Mariahilfer Straße, 44 Stunden pro Woche, abgesehen von drei Wochen Urlaub pro Jahr, mehr geht nicht.

„In den Siebzigerjahren gab es an die 100 Romantauschläden in Wien. Das war einfach viel billiger, als die neuesten Groschenromane immer zu kaufen. Heute gibt es gerade

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