Tier der Woche

Letztes Gefecht

Stadtleben | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 18/08 vom 30.04.2008

"Wacht auf, Verdammte dieser Erde, die stets man noch zum Hungern zwingt! (…)

Reinen Tisch macht mit dem Bedränger!

Heer der Sklaven, wache auf!"

Die Internationale, Luckhardt und Degeyter

Der 1. Mai ist Tag des Bekenntnisses zu Freiheit und Frieden, sozialer Gerechtigkeit, Völkerversöhnung und Menschenwürde. Traditionell begeht der Wiener diesen Tag im Schweizerhaus durch abwechselndes Biertrinken und Sudern, das so lange dauert, bis man der Gesellschaft zumindest das Bier wieder zurückgeben kann. Man könnte natürlich auch zum gefühlten Frühlingsbeginn "Brüder, zur Sonne, zur Freiheit, Brüder, zum Lichte empor" singen oder gar "Die Internationale", was aber meist scheitert, weil diese pathetischen Liedtexte bei den Genossen unter 50 in Vergessenheit geraten sind. Vielleicht ist auch nur das Heer der Sklaven wieder eingeschlafen und unklar geworden, wogegen man in einer Wellnessgesellschaft protestieren sollte. Befreit die von Actimel geknechteten Lactobazillusbakterien? Ein Protestant


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