Abheben ins Licht

Extra | Carsten Fastner | aus FALTER 18/08 vom 30.04.2008

KARLHEINZ STOCKHAUSEN Die Wiener Taschenoper zeigt im Jugendstiltheater einen Teil aus der größten Oper der Musikgeschichte. "Michaels Reise" aus "Donnerstag" aus "Licht" spiegelt die kühnen Visionen des Komponisten im Kleinen.

Wenn es um das eigene Schaffen ging, neigte Karlheinz Stockhausen (1928-2007) weiß Gott nicht zum Lapidaren. Und doch könnte die folgende Mitteilung vom 31. Dezember 2002 in all ihrer bizarren Kürze nicht bezeichnender für den deutschen Komponisten sein: 25 Jahre und drei Monate lang hatte Stockhausen beinahe ausschließlich an seinem Opus summum gearbeitet, an der größten zusammenhängenden Komposition der Musikgeschichte - und dann gab er "bezüglich Anfang und Ende" dieser gewaltigen Arbeit auf seiner Homepage schlicht bekannt, dass er den Musiktheaterzyklus "Licht" soeben abgeschlossen habe. Punkt.

Von Stolz, Erschöpfung, Schaffenspause keine Rede; wahrscheinlich war der Meister schon längst mit einem neuen Großprojekt befasst. Wie kaum ein anderer


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