Enzyklopädisches Rauschen

Extra | Thomas Wolkinger | aus FALTER 18/08 vom 30.04.2008

THEORIE Schuld und Bühne: Der verblüffende "Schwarzmarkt für nützliches Wissen" macht erstmals in Wien Station.

Die Frage, was man denn überhaupt wissen kann und unter welchen Bedingungen dieses Wissen sinnvoll zu vermitteln ist, war auch schon einmal einfacher zu beantworten. Diderot und die Enzyklopädisten hatten es da noch vergleichsweise leicht. Mit 20.736.912 Wörtern und 2885 Kupferstichen in 27 Bänden war die Arbeit getan. Seither ist die Welt informierter, aber nicht unbedingt übersichtlicher geworden. Der "Schwarzmarkt für nützliches Wissen und Nicht-Wissen", den die Berliner Theatermacherin Hannah Hurtzig über die letzten drei Jahre beständig fortentwickelt hat, kreist auch um diese Fragen. Und er tut das auf spielerische, aufregend theatralische Weise.

Mehr als hundert von Hurtzig sorgfältig ausgesuchte Experten aus allen möglichen und unmöglichen Lebensbereichen werden für die Wiener Fassung des Schwarzmarkts - die insgesamt zehnte - im großen Saal der früheren


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