Mediensplitter

Politik | aus FALTER 18/08 vom 30.04.2008

Styria-Tristesse 2.0 Auch das ist ein Resultat der viel beschworenen Regionalisierung. Das Ereignis sei noch so unwichtig - auf der Homepage der Kleinen Zeitung gibt's dazu dennoch ein gut gemeintes Video. Etwa darüber, was Knittelfelder Erstklassler über die Nahrung von Störchen denken, die doch so große Aufregung, als der Euro2008-Pokal eine halbe Stunde lang in einer Zeitungsredaktion war, oder ein durch Schleifarbeiten ausgelöster Kellerbrand, der einen geringen Sachschaden zur Folge hatte. Hinzu kommt eine brave Schön-Sprechen-Intonation, immerhin manchmal mit verbalem Trash aufgelockert. Etwa in einem Bad-Waltersdorf-Sujet: "Weiters waren zahlreiche Spezialisten vor Ort, um mit Rat und Tat dem Thema, Schmerz' entgegenzukommen." Styrias völlige Journalismus 2.0-Tristesse lässt eine reaktionäre Sehnsucht nach vergangenen Zeiten hochkommen: Früher einmal musste aus ökonomischen Gründen zumindest nachgedacht werden, bevor losgedreht wurde. H.H.


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