Durchlöcherte Papiere

Politik | Boris JauŠovec | aus FALTER 18/08 vom 30.04.2008

KOMMENTAR Schon seit sechzehn Jahren sind die sogenannten "Ausgelöschten" ein schwerer Makel auf dem Antlitz des jungen slowenischen Staates.

Als sich Slowenien 1991 mit einem kurzen Krieg vom ehemaligen Jugoslawien loslöste, schien es noch, dass dieser neue Staat aus dem Bedürfnis seiner Bevölkerung nach demokratischer und freier Atemluft nach dem kommunistischen Totalitarismus entstünde. Slowenien hat sogar 180.000 aus anderen Teilrepubliken Jugoslawiens stammenden Einwohnern die Staatsbürgerschaft verliehen, natürlich unter der Bedingung, dass sie darum angesucht hatten. Doch nicht alle haben um die slowenische Staatsbürgerschaft angesucht, obwohl sie in Slowenien lebten. Aus verschiedensten Gründen: Einige haben im Ausland gearbeitet, die anderen waren im Krankenhaus, einige haben den Brief aus dem Gemeindeamt übersehen, und viele glaubten, dass die Staatsbürgerschaft einer anderen Republik für sie ausreichend wäre. Ausländer, die nicht aus anderen jugoslawischen Teilrepubliken


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