Testosteron! Okay?

Stadtleben | Christof Huemer | aus FALTER 18/08 vom 30.04.2008

FILM "Kämpfen bedeutet Schmerzen", weiß Alfred Schwarzenberger und legt mit "Die Faust" einen Kampf mit dem Genre Boxerfilm vor.

Kein lockeres Aufwärmen. "Ich mag meine eigene Rasse nicht!" So geht es schon einmal los. Regisseur Alfred Schwarzenberger schimpft auf die österreichische Filmszene, auf deren Affektiertheit und Prätention. Die Damen am Nebentisch lauschen wie gebannt, Schwarzenberger steigert sich in eine Tirade, von der hier nur gedruckt werden kann, wie grenzenlos ihn der heimische Betroffenheitsmüll langweilt. Man wechselt das Thema und von Kaffee zu Bier, Schwarzenberger zitiert Kid Rock (rockender US-Proll und Pam Andersons Ex-Mann); das heißt, er zitiert ihn nicht, er predigt ihn, und es wird klar: Dieser Mann meint das ernst.

Informiert man sich bei Wikipedia über den österreichischen Film, kann man nachlesen, dass die New York Times Österreich als "world capital of feel-bad cinema" bezeichnete. Genau dieser Umstand regt Schwarzenberger so publikumswirksam wie


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige