Auf den Orgelpunkt gebracht

Extra | Andreas Dallinger | aus FALTER 19/08 vom 07.05.2008

WOZZECK Alban Bergs meisterliche Büchner-Oper sorgt auch 50 Jahre nach ihrer Uraufführung für Unruhe im Opernpublikum. Dabei muss man kein Musikologe sein, um von der Komposition erschüttert zu werden.

Vor knapp 50 Jahren noch sah man sich an der Mannheimer Oper nach einer turbulenten Premiere von Alban Bergs "Wozzeck" genötigt, vor allen folgenden Aufführungen Inhalt und Interpretation des Werks zu verlesen und so für Toleranz der Neuen Musik gegenüber zu werben. Das wird an der Grazer Oper wohl nicht mehr geleistet werden müssen, wenn "Wozzeck" am 7. Juni als letzte Premiere der laufenden Saison über die Bühne geht.

Verstörung und Entsetzen, die Bergs Musik auszulösen vermochte, sind dem Verständnis für die meisterhaft gebaute Partitur und der Begeisterung ihrer unmittelbaren Wirkung gegenüber gewichen. Trotzdem löst die Ankündigung des Werkes neben erwartungsvoller Freude der Fangemeinde nach wie vor Beunruhigung unter den Opernbesuchern aus. Der durch seine "Tosca" auf


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