Liebe Leserin, lieber Leser


Klaus Nüchtern
Vorwort | aus FALTER 19/08 vom 07.05.2008

Kaum erhebt das sogen. "Unfassbare" hinter der Thujenhecke oder sonstwo sein schmutziges Haupt, schlägt die Stunde der Ereiferungsvirtuosen und Instantexegeten. In solchen Zeiten wird auch die Grenze zwischen Boulevard und Qualitätsmedien durchlässig und jede Hoffnung auf mediale Selbstbeschränkung enttäuscht - findet jedenfalls der Kinderpsychiater und Schriftsteller Paulus Hochgatterer (siehe Seite 10f.), mit dem Julia Ortner gesprochen hat. Die Maschinen der Deutungsindustrie laufen auf Hochtouren, und es ist keine Frage von Patriotismus, sondern eine der Redlichkeit und der Intelligenz, den plumpen Angeboten abgründiger Auslegung des (nieder-)österreichischen Wesens zu widerstehen. Dass dies einer Zeitung, die das Land schon in ihrem Namen trägt, nicht gelingt, versteht sich fast von selbst; dass aber auch in internationalen Qualitätsblättern einiger Quark (österr.: Topfen) zu lesen war, hat wohl nicht nur Armin Thurnher registriert (S. 5). Darüber hinaus verrät der Sprachgebrauch

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