Monsterln unter uns


Armin Thurnher
Vorwort | aus FALTER 19/08 vom 07.05.2008

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Über den kollektiven Rausch nach einer bösen Tat und einige journalistische Topsünden.

"Die Bilanz des Komatrinkens fällt ernüchternd aus." Niemand verlachte das Tiroler Rote Kreuz und den ORF für diesen Satz. Amstetten, ein Rausch journalistischer Gefühle. In der Tat müssen ernüchternde Bilanzen gezogen werden. Die eigenen Analysen holen einen nun ein, und wenn sie einem von anderen präsentiert werden, ist man nicht mehr sicher, ob man sie so noch mag. Wenn mich ausländische Kollegen um einen Text ersuchen und mir dabei gleich soufflieren, wie es denn mit dem österreichischen Hang zum Vergessen und Verdrängen wäre, und mich daran erinnern, dass Otto Habsburg erst kürzlich wieder die Opferrolle Österreichs aufgewärmt habe, kann ich nur sagen: Danke, ich habe selbst öffentlich dazu Stellung genommen, aber so war es nicht gemeint.

Wie war es denn gemeint, als der Bundeskanzler am 1. Mai auf dem Rathausplatz rief, es gebe keinen Fall Amstetten, es gebe

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