1968, die Konstante

Vorwort | Raimund Löw | aus FALTER 19/08 vom 07.05.2008

AUSLAND Diskreditiert, unterschätzt, zur Freakshow abgewertet. Dabei hat die Bewegung von 1968 unsere Gesellschaft nachhaltig verändert.

Am 3. Mai 1968 stürmten Einsatzgruppen der französischen Polizei, die gefürchteten CRS, die besetzte Sorbonne in Paris. Hunderte Studenten wurden verhaftet. Die Polizeiaktion schockierte die Öffentlichkeit, was folgte, erschütterte die Fünfte Republik. Barrikaden im gesamten Quartier Latin, der lange Streik von neun Millionen Arbeitern. General de Gaulle musste sich der Loyalität der französischen Truppen in Deutschland versichern, um politisch zu überleben. Die Pariser Maitage brachten Frankreich haarscharf an den Rand eines politischen Umsturzes. Demonstriert, revoltiert, protestiert wurde in diesem Jahr bekanntlich überall. Aber nirgendwo sonst war die Studentenrevolte so nahe daran, die Machtfrage zu stellen, wie in Frankreich. Insofern war der Mai 68 in Paris der Höhepunkt der weltweiten Jugendrevolte.

Bei den nun schon Monate dauernden


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