Ein Kerl wie wir

Politik | Sibylle Hamann | aus FALTER 19/08 vom 07.05.2008

Kommentar Über Josef F. wird oft voller Bewunderung berichtet. Auch die Ermittler können sich recht gut in ihn hineinversetzen.

Am Anfang das Wichtigste: Vom Wichtigsten gibt es kein Bild. Elisabeth F. und ihre Kinder Kerstin, Stefan und Felix haben, bis zur Stunde zumindest, kein öffentliches Gesicht. Polizeihunde, Mauern, ein privater Sicherheitsdienst und unkorrumpierbare Ärzte haben das bisher heroisch verhindert. Zum Teil ist es wohl auf glückliche Zufälle zurückzuführen: Dass niemand eine Handykamera gezückt hat, als die seltsam blasse 42-Jährige im Krankenhaus auftauchte. Dass sich kein Pfleger verplauderte. Dass kein Polizist einem befreundeten Lokalreporter einen Tipp gab, bevor die gesamte Kellerfamilie in Sicherheit war. Dass die Nachbarn, auch in diesem entscheidenden Moment, nichts mitbekamen.

Bei Natascha Kampusch war das ganz anders. Kurz nachdem die junge Frau durch die Vorgärten von Strasshof gestolpert war, existierten schon Puzzleteile von Bildern, Hinweisen


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