Langmut statt Langeweile

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 19/08 vom 07.05.2008

MUSIK Die sympathischen Weilheimer Sturschädel The Notwist haben sich für ihr jüngstes Album sechs Jahre Zeit gelassen. Es hat sich ausgezahlt.

Vor sechs Jahren veröffentlichten die Brüder Markus und Micha Acher und Martin "Console" Gretschmann ihr bisheriges Meisterstück "Neon Golden". Vom rauen Punk der Anfangszeit in den späten Achtzigerjahren über Postrock-Experimente hatten sich die stets mit offenen Ohren durchs Leben gehenden The Notwist zu einer Indierock-Band neuer Art entwickelt. Ihre Verbindung von schwermütigem Gitarrenpop, elektronischer Musik und ein wenig Jazz strahlte in die weite Welt hinaus und beeinflusste so zahllose junge Bands. "Neon Golden" blieb dennoch ein singuläres Werk: So beseelt und gleichzeitig so perfektionistisch wie The Notwist ist nicht schnell jemand.

Gute Musik kann plötzlich da sein, oder sie braucht ihre Zeit. Die Songs für das sechste Notwist-Album hatten sich Markus Acher zunächst nicht aufgedrängt. "Wir waren vor vier Jahren einmal so


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