Der Asphalt lebt

Stadtleben | Florian Obkircher | aus FALTER 19/08 vom 07.05.2008

SZENE Dank Rhiz und B72 gilt seit zehn Jahren: Wer Gürtel sagt, meint auch Subkultur. Die Szenewirte Herbie Molin und Ernst Weingartner im Gespräch.

Eine gesellige Meile ist der Gürtel schon lange, nur die Art des Amüsements hat sich verändert. Im 18. Jahrhundert trennte er als Linienwall die Stadt von ihren Vororten und war Mautstelle für die Verzehrungssteuer. Damals pilgerten die Wiener nach Neulerchenfeld, um billig zu speisen. Viel später haftete dem Straßenzug der Mief der düsteren Rotlichtmeile an. Seit zehn Jahren aber kennen ihn Nachtschwärmer vor allem als Hotspot der lokalen Subkultur. Verantwortlich dafür sind neben dem Chelsea Rhiz und B72. Im Mai feiern die Lokale ihren zehnten Geburtstag - mit einschlägigem Spezialprogramm.

Dabei versteht Herbie Molin, Betreiber der Elektronikkneipe Rhiz nahe der U6-Station Josefstädter Straße, das Phänomen Ausgehmeile Gürtel selbst nicht ganz: "Gerade im Sommer ist es erstaunlich. Es ist laut, kein Fleckerl Grünfläche, und


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