Wer A sagt

Kultur | Albert Kirchengast | aus FALTER 19/08 vom 07.05.2008

BAUKULTUR An Projekten wie dem Grazer Pfauengarten wird einmal mehr deutlich, wie Stadtplanung seitens der Politik auch betrieben werden kann. Nämlich gar nicht. Und indem man diese Aufgabe privaten Investoren überlässt.

Es ist die prominenteste Brache der Grazer Altstadt: Der Pfauengarten, eingezwängt zwischen dem 2005 urbanisierten Karmeliterplatz und dem Stadtpark, trägt zwar einen hübschen Namen, sieht aber gar nicht so aus. Seit 2004 parken unter dem "Garten" Autos in einer Tiefgarage. Auf deren "Dach" zeigt sich Gestaltungslosigkeit in Form wuchernden Unkrauts und trauriger Leere.

Das soll sich ändern. Ab 2009 werden hier 17 Millionen Euro verbaut. Seit mehr als zwanzig Jahren harrt das Grundstück, auf dem einst die Karmeliter ihr Gemüse anbauten, schon der Bebauung. In jüngerer Vergangenheit war der Pfauengarten lange für das geplante "Trigon-Museum" im Gespräch. Stattdessen kam das Kunsthaus. Und künftig? Künftig wird man im Pfauengarten in einem Sparmarkt einkaufen


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