Der Ton und die Mädchen

Kultur | Clara Pfaller | aus FALTER 19/08 vom 07.05.2008

MUSIK Die Musikantinnen von Netnakisum sind angetreten, die Volksmusik vor sich selbst zu retten. Ganz schön fröhlich - aber auch ziemlich ernst zu nehmen.

Wie die vier Mädels da sitzen, erinnern sie eher an eine Girlband, eine gerade gegründete Straßentheater- oder Akrobatengruppe. Sicher nicht an ein Streichquartett. Trotzdem sind sie genau das und zugleich seine Antithese. Bei Netnakisum ist nicht nur der Name verdreht - er steht für "Musikanten", also für Johanna Kugler und Magdalena Zenz an der Violine, Resi Härtel (Viola) und ihre Schwester Linde Gansch am Cello. Die vier - keine ist älter als 24 - jodeln, singen, spielen und tanzen sich in bunten Dirndln durch mehrere Jahrhunderte Musikgeschichte - und das auf derart hohem Niveau, dass die Vorurteile, die ob des Erscheinungsbilds schon einmal auftauchen, gleich wieder vergessen sind. Doch, Netnakisum machen fröhlich inszenierte Volksmusik, aber so konsequent von der üblich dumpfen Volkstümelei befreit, dass die Sache schon


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