Stadtentwicklung

Hotspots und Biotope

Kultur | Thomas Wolkinger | aus FALTER 20/08 vom 14.05.2008

Es ist keine sechs Jahre her, dass der US-Ökonom Richard Florida den Virus der "kreativen Klasse" in die Welt setzte. Und seit er sein auf "drei T" basierendes Rankingsystem publiziert hat, ist überhaupt kein Halten mehr, wetteifern europäische Städte und Metropolen darum, einander hinsichtlich "Technologie, Talent und Toleranz" stetig zu übertreffen und Kapital aus der lokalen Kreativwirtschaft zu schlagen. Ein Gespräch mit dem auf Stadtplanung spezialisierten Geografen und Ethnologen Bastian Lange, derzeit Projektleiter am Leibniz-Institut für Länderkunde in Leipzig, der am Symposion "Lokal Heroes" in Graz über "Mythen und Paradoxien der Kreativwirtschaft" sprechen wird.

Falter: Warum wollen plötzlich alle Städte "kreative Städte" werden?

Bastian Lange: Es gibt einen immensen Handlungsdruck, Stadt für die Zukunft auszurichten und strategische Felder zu besetzen, die Wachstum, Beschäftigung, Imagegewinn und Aufmerksamkeitserträge mit sich bringen. Kreativwirtschaft ist da


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