Harmonie ist eine Strategie

Kultur | Tiz Schaffer | aus FALTER 20/08 vom 14.05.2008

MUSIK Die Grazer Indie-Pop-Combo Monk zeigt mit ihrem neuen Album, dass Eingängigkeit nicht unbedingt Eintönigkeit heißen muss.

Man kann ja nicht behaupten, Monk wären unzugänglich. Ihr im Jahr 2006 erschienenes Album "Jeux de nuit" zeugte nicht nur von der ausgezeichneten Begabung des Gitarristen Georg Hartwig für elegantes Songwriting, sondern auch von der Ambition, dieses gleichzeitig in Richtung Electro-Pop, Ballade und Jazz zu denken. Die Gleichzeitigkeit erfreute zwar einige Kritikerherzen, in Zeiten des Ein-Song-Downloads musste sich das Album aber unter seinem Wert geschlagen geben. "Die Stilvielfalt hat wahrscheinlich die Aufmerksamkeit einiger Hörer überfordert", meint Sängerin Susanna Sawoff. Dem kann Georg Hartwig beipflichten: "Es hat vielleicht ein wenig so ausgeschaut, als wollte man zeigen, was man alles kann." Das wurde eindrucksvoll getan. In Schubladen passt es leider nur schwerlich.

Das neue Album "the man who sleeps on his breath" hat sich in der Vielfalt der

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