Spielplan

Kultur | Gregor Schenker und Hermann Götz | aus FALTER 20/08 vom 14.05.2008

Es ist Pflaumenernte im bosnischen Višegrad. Die Tafel ist reich gedeckt, das Spanferkel grinst, das Börek brutzelt im Ofen und Aleksandars Großfamilie labt sich ausgiebig am Schnaps. Regisseurin Christine Eder hat Saša Stanišic´s Erfolgsroman "Wie der Soldat das Grammofon repariert" (bis 25. Juni) gemeinsam mit dem Autor und der Dramaturgin Sandra Küpper für die Probebühne im Schauspielhaus bearbeitet. Die stark autobiografisch geprägte Geschichte von Kindheit, Krieg und Flucht wurde von der Neuen Zürcher Zeitung als sinnlich und nuancenreich beschrieben. Eine treffende Beschreibung von Stanišic´s bildhafter, anekdotischer Erzählweise, in der schon einmal der Fluss Drina zu sprechen beginnt. Zu Anfang schießt sich die Inszenierung ein Eigentor, wenn mitteleuropäische Schauspieler versuchen auf Hochdeutsch eine Balkanparty nachzuspielen. Das wirkt zu aufgesetzt, zu hektisch. Doch Sebastian Reiß als heranwachsender Aleksandar und damit in der Rolle des Autors und Erzählers


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige