Vor 20 Jahren im Falter

Vorwort | aus FALTER 20/08 vom 14.05.2008

Das konnten wir immer ganz gut: einen neuen Falter ausloben. 1988 stand wieder einmal ein Relaunch an. So las sich die Begründung: "Manche meinen, man sollte Blatt-Umstellungen so vornehmen, dass sie der Leser gar nicht bemerkt. Wir hingegen sagen: Wechsel macht das Leben froh. Außerdem ziehen wir der Gewöhnung die Neugierde vor.

Der kleine Falter will's im Mediendschungel noch einmal wissen. Welch Dickicht! Mit weit aufgerissenen Augen starren verängstigte Jungtiere aus dem Buschwerk. An der Tränke reiben sich Tapire selbstvergessen gegeneinander. Im Hintergrund Trompeten wie zur Elefantenhochzeit. Hier bricht schnaubend ein Nashorn durchs Unterholz, dort verschlingt stumm eine Boa ihr Kaninchen. Blubbernd versinkt ein Alligator im Morast. Derbrüssler wimmern. Kreischende Affenherden turnen aufgeregt von einem großen Zweig zum nächsten.

Über allem schrille Pfiffe, melodisches Flöten, betäubende Düfte von schnellem Geld, das intensive Aroma von Korruption. Gleichgültige Faultiere. Sumpfblüten. Giftschlangen. Das Abenteuer Zeitung ruft, mit Überlebenstraining unter härtesten Bedingungen.

Nächsten Mittwoch, am 30. April ertönt der Ruf aufs Neue. Machen Sie es wie wir! Nehmen Sie sich bei den Ohren, reißen Sie sich zusammen und versäumen Sie nichts." A. T.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige