Der unfertige Staat

Robert Misik | Politik | aus FALTER 20/08 vom 14.05.2008

60 JAHRE ISRAEL Der Judenstaat ist eine Erfolgsstory, aber noch immer kein normales Land.

Is Israel Finished?", fragt das US-Magazin The Atlantic, und das ist eine kluge Frage, ihres Doppelsinns wegen. Zwei Lesarten, und die eine bedeutet das pure Gegenteil der anderen. "Ist Israel am Ende?" Oder: "Ist Israel fertig, also ein stinknormaler Staat?" 60 Jahre nach der Staatsgründung sind diese Fragen nicht so leicht zu beantworten. Am ehesten lautet die Antwort: weder noch. Israel existiert. Aber das Land hat keine sicheren Grenzen - weder von den Nachbarn anerkannte, noch wissen seine eigenen Bürger, wo das Land eigentlich aufhören soll. Was es somit nicht gibt, ist eine gesicherte Identität. "Seht nur, was geschehen ist! Seht, was aus dem jungen, mutigen, enthusiastischen Staat geworden ist!", schreibt David Grossman, einer der bedeutendsten israelischen Schriftsteller in seinem neuen Essayband. Es ist nicht gerade eine Lobpreisung zum Geburtstag.

Streut denn gar niemand Rosen, will gar

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