Protokoll einer Geburt

Politik | Erich Klein | aus FALTER 20/08 vom 14.05.2008

REZENSION Kopfgeldprämien, Masseneinwanderung, Religionskonflikte: Tom Segev schildert in seinem neuen Buch Israels turbulentes Gründungsjahr. r

Wer Israel verstehen will, muss Tom Segev lesen. Ausgangspunkt seines sechsten Buches "Die ersten Israelis" (im Original "1949") ist der sogenannte Unabhängigkeitskrieg, der auf die Ausrufung des Staates Israel am 14. Mai 1948 folgte. Während die USA den Judenstaat anerkannten, erklärten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien den Krieg. Segev begann mit der Erforschung der entscheidenden Gründungsphase Israels 1979 - nach Ablauf der 30-jährigen Sperrfrist für die Dokumente -, das Ergebnis trug ihm ob seiner Darstellung der Rolle des Staatsgründers David Ben Gurion nicht nur Kritik ein, sondern auch den Ruf des "neuen Historikers". Den im Zuge der Kämpfe vertriebenen Arabern widerfuhr erstmals Recht.

Wie in allen Büchern verbindet Segev profunde Kenntnis der Materie und klare Sicht der Gesamtlage mit großem journalistischem


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige