Die Angst vor der Idylle

Kultur | Maya Mckechneay | aus FALTER 20/08 vom 14.05.2008

FILM Götz Spielmann stand lange im Schatten von Haneke und Seidl. Mit seinem neuen Film "Revanche" könnte sich das ändern. Porträt eines Filmemachers, der lange nach seiner Form gesucht hat.

Gleich um die Ecke habe er die ersten Theaterstücke geschrieben und auch den ersten Film gedreht, erzählt Götz Spielmann im Café Stein. In den 70er-Jahren, als Schüler am Gymnasium Wasagasse. "Es geht nicht, Steiner", habe der dreiviertelstündige Spielfilm geheißen, den man ihn als 16-jährigen "Schuldichter" schreiben und inszenieren ließ, Thema war ein Schülerselbstmord. "Der Film lief dann sogar im Fernsehen, und ich war einen Tag lang berühmt."

Spielmann lacht und raucht eine selbstgedrehte Zigarette. Heute ist er 47, und sein zwölfter Spielfilm "Revanche" erhält international anerkennende Kritiken und Preise. Später am Tag wird der Regisseur eine Schulsondervorstellung besuchen und mit 16-Jährigen über "Revanche" diskutieren - so gesehen schließt sich im neunten Bezirk ein kleiner


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